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Karotte und Gesundheit: Was wissenschaftlich belegt ist – und was nicht

 

Karotte als Heil- und Nahrungsmittel

    Die Karotte (Daucus carota) ist seit der Antike eine geschätzte Gartenpflanze und gilt in der Antiken Apotheke als unverzichtbares Nahrungs- und Heilmittel. Sie wurde roh oder gekocht verzehrt und als ausgezeichnete Energiequelle genutzt. Aufgrund ihres reichen Gehalts an nahezu allen Vitaminen sowie zahlreichen Mineralstoffen nahm die Karotte eine zentrale Rolle in der traditionellen Heilkunde ein.

Nährwert und gesundheitliche Bedeutung

    In der Antiken Apotheke wurde die Karotte wegen ihrer ganzheitlichen Wirkung auf den Organismus geschätzt. Sie unterstützt die Blutbildung, stärkt Knochen und Körperkraft und hilft dem Körper, Gifte auszuscheiden. Ihre vielseitige Zusammensetzung machte sie zu einem Grundpfeiler der gesunden Ernährung.

Innerliche Anwendungen der Karotte

  • Rheumakranke sollten täglich Karottensaft trinken, da er das Blut reinigt und die Harnausscheidung anregt.

  • Der regelmäßige Verzehr der Karotte beugt der Entstehung von Nierensteinen vor.

  • Die Karotte verhindert Fäulnis im Darm und neutralisiert überschüssige Magensäure.

  • Sie wird bei der Heilung des Augenstars benötigt und stärkt die Sehschärfe; besonders Nachtfahrer sollten Karotten essen.

  • Kinder werden durch den täglichen Verzehr frischer Karotten widerstandsfähiger gegen Würmer, Erkältungen, Rachitis und Ohrenentzündungen.

  • Auch Diabetikern hilft die Karotte gut; ihr Saft wirkt unterstützend bei Verstopfung sowie bei Leber-, Lungen- und Nierenkrankheiten.

  • Gegen Durchfall werden gekochte Karotten empfohlen.

  • In der Karotte wurde der Stoff Dokarin entdeckt, der die Blutgefäße erweitert und vorbeugend gegen Arteriosklerose wirkt.

  • Durch die Förderung der Vermehrung roter Blutkörperchen schützt die Karotte vor Blutarmut.

Äußerliche Anwendungen in der Antiken Apotheke

    Breiumschläge aus Karotten galten als bewährtes Mittel gegen Ekzeme, Verbrennungen, Geschwüre und Schuppen. Diese Anwendungen waren fester Bestandteil der äußeren Heilverfahren.

Karotte in der Säuglings- und Kinderpflege

  • Karottensuppe wurde als ausgezeichnetes Mittel gegen Durchfall bei Säuglingen eingesetzt.

  • Während dieser Behandlung sollte die Milchgabe für einige Zeit unterbrochen werden.

  • In dieser Phase konnten Säuglinge und Kleinkinder mit Püree aus gekochten Kartoffeln und Karotten ernährt werden.

  • Nur wenig Salz wurde verwendet; zur Abwechslung und zur Beschleunigung der Heilung fügte man Majoran, Petersilie, Dost, Quendel oder Lorbeerblatt hinzu.

Weitere traditionelle Anwendungen

  • Die Karotte entfernt nach antiker Vorstellung Gifte aus dem Körper.

  • Aus dem Karottengrün kochte man Tee für Mundspülungen bei Aphthen.

  • Karottensamen wirken diuretisch, da sie die Harnausscheidung anregen.

    Die Karotte (Daucus carota) nimmt in der Antiken Apotheke eine herausragende Stellung ein. Ihre vielfältigen innerlichen und äußerlichen Anwendungen zeigen, dass sie weit mehr als ein Nahrungsmittel war: Sie galt als ganzheitliches Heilmittel, das Gesundheit, Widerstandskraft und Lebensenergie unterstützte.

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