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Ingwer (Acorus calamus) in der Antiken Apotheke – Nutzen, Risiken und wissenschaftliche Einordnung

Ingwer

 

    Der Ingwer (Acorus calamus), auch als Kalmus bekannt, zählt zu den ältesten Heilpflanzen der Menschheit und nimmt in der Antiken Apotheke einen festen Platz ein. Bereits in der frühen Naturheilkunde wurde Ingwer wegen seiner vielseitigen Wirkungen hoch geschätzt. Die alten Chinesen bezeichneten ihn ehrfürchtig als „Verlängerer des Lebens“. Besonders als bewährtes Magenheilmittel erlangte Ingwer große Bedeutung.

Botanische Beschreibung und Gewinnung

    Ingwer (Acorus calamus) ist eine 60 bis 120 cm hohe, ausdauernde Moorpflanze. Sie wächst bevorzugt an Flüssen, Teichen und anderen stehenden Gewässern. Medizinisch genutzt wird die waagerecht wachsende, stark aromatisch duftende Wurzel.
Die Ernte erfolgt traditionell im Frühjahr, noch bevor sich die Blätter zeigen, sowie im Spätherbst. Nach der Ernte wird die Wurzel sorgfältig gereinigt, geschnitten und im Schatten bei guter Durchlüftung getrocknet – eine klassische Vorgehensweise der Antiken Apotheke.

Ingwer als Magen- und Verdauungsmittel

    In der Antiken Apotheke galt Ingwer als eines der besten Mittel bei Magenleiden. Er wird angewandt bei:

  • Magenkatarrh

  • Magenschwäche

  • Appetitlosigkeit

  • Verdauungsproblemen

  • Blähungen (Winde)

    Darüber hinaus reguliert Ingwer die Gallenfunktion und unterstützt damit den gesamten Verdauungsprozess.

Wirkung auf Atemwege, Fieber und Kreislauf

Ingwer findet auch Anwendung bei:

  • Erhöhtem Fieber

  • Bronchitis

  • Grippe

  • Lungenentzündung

    Zudem verbessert Ingwer den Kreislauf und wurde in der Antiken Apotheke bei Rheuma, Gicht und Wassersucht eingesetzt. Seine harntreibende Wirkung fördert die Ausscheidung von Flüssigkeiten.

Ingwer-Tee – innerliche und äußerliche Anwendungen

    Bei zu wenig Magensäure, Blässe und Blutarmut wird Ingwer traditionell als gekochter Tee verwendet.
Der Ingwer-Tee dient außerdem:

  • zur Stärkung des Gedächtnisses

  • als Kopfwaschung zur Kräftigung der Haare

Diese Anwendungen zeigen die Vielseitigkeit von Ingwer in der Antiken Apotheke.

Bäder, Nerven und Frauenkrankheiten

    Warme Ingwer-Bäder werden empfohlen bei:

  • Chronisch kalten Händen und Füßen

  • Erfrierungen

  • Schlaflosigkeit

  • Nervenschwäche

  • Frauenkrankheiten

    Die wärmende Eigenschaft des Ingwers wird hier gezielt genutzt, um den Körper zu beleben und zu stärken.

Besondere Anwendungen von Ingwer

  • Raucherentwöhnung: Das Kauen der Ingwerwurzel kann Übelkeit bis zum Erbrechen auslösen und dadurch das Rauchen verleiden.

  • Potenzschwäche bei Männern:
    20 g Ingwerwurzel werden in 1 Liter Apfelwein geschnitten und mehrere Tage angesetzt. Anschließend trinkt man 10 Tage hintereinander täglich ¼ Liter schluckweise.

  • Ungezieferabwehr: Ingwerblätter werden genutzt, um Ungeziefer zu vertreiben.

Wichtiger Hinweis aus der Antiken Apotheke

⚠️ Vorsicht: Bei Durchfall darf Ingwer nicht eingenommen werden, da er die Beschwerden verschlimmern kann.

    Ingwer (Acorus calamus) ist ein vielseitiges Heilkraut mit jahrtausendealter Tradition. In der Antiken Apotheke wurde er sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt und galt als unverzichtbares Naturheilmittel – insbesondere für Magen, Kreislauf, Nerven und allgemeine Stärkung des Körpers.

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